5.4 Kommentierte Linkliste

Bildblog (www.bildblog.de)
Blog

Bei BILDblog handelt es sich um einen Watchblog (der Begriff ist semantisch angelehnt an „Watchdog”, engl. für „Wachhund”.) Er wird von mehreren Journalisten betrieben, welche die Berichterstattung der „Bild-Zeitung”, der „Bild am Sonntag” sowie deren Onlineangebot „Bild.de” durch das Nachweisen von Fehlern kritisch kommentieren. Seit Juni 2004 online, lesen heute knapp 50.000 Internetnutzer täglich die Einträge auf BILDblog. Nicht selten werden Unstimmigkeiten bei Bild.de, welche am Erscheinungstag von BILDblog kritisiert werden, noch am selben Tag auf Bild.de korrigiert.

Blogger (www.blogger.com)
Bloghostservice

Der bereits 1999 gegründete Dienst ermöglicht es Internetnutzern, auf einfache Weise zu bloggen. Blogger.com übernimmt die Administration der Blog-Software und stellt als Host Speicherplatz zur Verfügung. Die Nutzer können sich damit allein auf ihre Inhalte konzentrieren. 2003 wurde Blog­ger.com von Google gekauft. Seitdem ist der Dienst kostenlos. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Bloghostservices wie: „livejournal.com”, „blog.de”, „twoday.net”, „wordpress.com” oder „textpattern.com”.

Delicious (www.delicous.com)
Social Bookmarking

Delicious wurde 2003 gegründet und erlaubt es Nutzern interessante Webseiten in einer öffentlichen Linkliste zu hinterlegen. Die Verwaltung der Linkliste erfolgt vorrangig über Tags. Dienste dieser Art erfreuten sich Be­liebtheit und fanden viele Nachahmer. In Deutschland ist vor allem Mister Wong (www.mister-wong.com) bekannt. Seit 2005 gehört Delicious zu Ya­hoo.

Digg (www.digg.com)
News-Aggregator

Digg wurde 2004 gegründet und funktioniert ähnlich wie ein Social-Book­marking-Service. Interessante Webseiten und andere Inhalte des Internets können per Link gespeichert und getaggt werden. Der Clou ist jedoch, dass das Nutzerverhalten aller ausgewertet wird und besonders häufig verlinkte Seiten gekennzeichnet werden. Dadurch lassen sich beliebte Inhalte in einfacher Weise ausfindig machen. Das Prinzip der benutzerzentrierten Nachrichtenaggregation ist völlig neu, das außerhalb des Internets keine Ent­sprechung findet. Weitere bekannte News-Aggregatoren sind: www.yigg.de (deutsch) und www.reddit.com (engl.)

Facebook (www.facebook.com)
Soziales Netzwerk

Facebook wurde 2004 von dem damaligen Harvardstudenten Mark Zuckerberg gegründet. Nachdem 2005 ein milliardenschweres Kaufangebot von Yahoo zurückgewiesen wurde, bezahlte 2007 Microsoft für 1,6% der Anteile 240 Mio. Dollar. Facebook ist damit als einer der wenigen großen Web-2.0-Dienste noch eigenständig. Es gilt als besonders innovatives, werthaltiges und am schnellsten wachsendes soziales Netzwerk.

Flickr (www.flickr.com)
Fotoportal

Das 2002 in Kanada gegründete Unternehmen ermöglicht es Nutzern auf einfache Weise Bilder und mittlerweile auch kurze Filme online zu präsentieren. Flickr gilt als einer der ersten Onlinedienste, der konsequent auf das Prinzip des „User Generated Content” setzte. So war es seit Beginn einfach, Bilder zu kommentieren oder mit Stichworten zu versehen. Nach und nach wurden Features wie „Geotagging”, das Zuweisen von Bildern und Orten, oder themenspezifisches Gruppieren implementiert. Flickr ist einer der ersten Web-2.0-Dienste. Seit 2005 gehört das Portal zu Yahoo.

MySpace (www.myspace.com)
Soziales Netzwerk

MySpace wurde 2003 gegründet und 2005 für 580 Mio. Dollar von Rupert Murdoch gekauft. Es ist mit über 230 Mio. Nutzern das aktuell größte On­linenetzwerk der Welt. MySpace ist vor allem bei Musikern beliebt, da sich Musik und Videos sehr einfach präsentieren lassen.

StudiVZ (www.studivz.de)
Soziales Netzwerk

StudiVZ ist ein soziales Netzwerk, das sich wie sein Vorbild Facebook vorrangig an Studenten richtet. StudiVZ bietet die Möglichkeit Profile zu erstellen, die sich mit Bildern und Informationen befüllen und auf einfache Weise untereinander vernetzen lassen. StudiVZ gilt als erstes größeres deutsches soziale Online-Netzwerk und wurde im Frühjahr 2007 von Holzbrinck für einen unbekannten zweistelligen Millionenbetrag gekauft. StudiVZ ex­pandierte in verschiedene europäische Länder und gründete in Deutschland die weiteren Netzwerke „SchülerVZ” und „MeinVZ”, um seine Marktstellung auszubauen.

Wikipedia (www.wikipedia.de)
Lexikon

Die Wikipedia versteht sich als Online-Pendant gängiger Lexika. Ihre Besonderheit ist, dass jeder Leser als Autor tätig werden kann. Inhalte können von jedermann ergänzt und verändert werden. Eine redaktionelle Betreuung der Inhalte wird von einer ehrenamtlich tätigen und lebendigen Community übernommen. Die Struktur der Wikipedia ermöglicht einen hohen Grad an Aktualität. Besonders in Deutschland wird die Wikipedia von einer anhaltenden Qualitätsdebatte begleitet, die der neuen und unbekannten Heran­gehensweise dieses Lexikons geschuldet ist.

Xing (www.xing.com)
Soziales Netzwerk

Das 2003 unter dem Namen OpenBC (Open Business Club) gegründete soziale Online-Netzwerk Xing zielt vor allem auf die berufliche Vernetzung seiner Mitglieder ab. Xing ist eine der wenigen Internetdienste, die für ihre unbeschränkte Nutzung Gebühren ihrer Mitglieder verlangt und als Aktiengesellschaft börsennotiert ist.

YouTube (www.youtube.com)
Videoportal

Das im Frühjahr 2005 gegründete Videoportal YouTube ist die erste und damit älteste Möglichkeit für jedermann, im Internet eigene Videos zu präsentieren. YouTube wurde im Herbst 2006 für über 1.3 Mrd. Euro von Google gekauft und ist seitdem ein Dienst des Suchmaschinenbetreibers. Der Erfolg von YouTube, das den Markt noch immer mit Abstand dominiert, führte zur Gründung einer Vielzahl weiterer Videoportale im Internet. Die im deutschen Raum Bekanntesten sind „myvideo.de” und das zur RTL Group gehörende „clipfish.de”.

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